Doris Cordes-Vollert: ver-stehen | Installation                                                                          17.11. -  09.12.11
Eine Explosion entsteht, wenn ich mit dem Kopf an die Decke sto§e.
Foto Doris C.-Vollert  
Doris Cordes Vollert: o.T., 2010, Farbfotografie  mehr...
Pressetext:

Wenn mich etwas aufhŠlt, einengt, begrenzt, Ÿber das ich unbedingt aufsteigen muss, entsteht ein Druck. Die Notwendigkeit, etwas zu Ÿberwinden treibt mich dann hoch. Wenn die Unordnung (Entropie) zu gro§ wird, sich der kritischen Masse nŠhert, entsteht unter diesem Druck etwas Neues.
Das geschieht im besten Fall durch eine Explosion, die einen Ausweg, einen neuen Gedanken gebiert.

Eine der faszinierendsten sich selbstbewegenden Entwicklungen sehe ich in der jahrtausende andauernden Entwicklung der Schrift. Aufsteigend von der Findung
der Schrift-Zeichen als Be-Zeichnung Ÿber Vor-Schriften zur Verwandlung in poetische und aufbegehrende Mšglichkeiten interessiert mich Sprache und Schrift als Anschub, Neues zu entdecken.

In meinen Horizontbetrachtungen fand ich heraus, dass ich ihn, den Horizont, nur vertikal, aufrecht stehend, Ÿberwinden-Ÿberblicken kann. Also muss mich etwas erheben und das sehe ich zum Beispiel in der unvereinbaren Kreuzung von Vor-Schrift und dem freien Spiel mit Mšglichkeiten.
Als Urlaut der Imagination gilt das Wort. Das Wort gilt als Katalysator fŸr synŠsthetische Erfahrungen, die unfreiwillige ErinnerungsrŠume šffnen kšnnen. Sprache ist immer ein offenes Spiel. FŸr mich ist sie ein Material mit der Aufforderung, es zu verwandeln, in es einzugreifen, mit ihm zu spielen, die Transponierbarkeit auszuloten.

Leitern und Treppen bedeuten fŸr mich: PassagenrŠume.
Der Vorteil der Schrift (Sprache) gegenŸber dem Auto ist ihre grš§ere Beweglichkeit. Horizontal, vertikal, diagonal, in Spiralen und im Kreis, eben divers.

Mit etwas GlŸck findet eine Explosion statt, wenn ich mit dem Kopf an die Decke sto§e.
Doris Cordes-Vollert, 2011

Die 10. Ausstellung im Jahresprojekt  Autos fahren keine Treppen  des EINSTELLUNGSRAUM e.V.
EinfŸhrung: Dr. Iris S. Engelke
Vernissage
Gefšrdert von der Kulturbehšrde der Freien und Hansestadt Hamburg 
back