Kunstwelten und setzt diese ihre innere stille Bilderwelt unseren lauten, schnellen, schrillen Medienbildem entgegen.  Sie schafft Bilder, die sich Zeit lassen und die Zeit bearbeiten, erforschen, austesten und sichtbar machen.  Sie erzeugt harmonische Momente mit erstaunlichen Šsthetischen Effekten, macht Empfindungen sichtbar und spŸrbar.  Sie zaubert stille andere Wirklichkeiten und existentielle und philosophische Momente an die OberflŠche.
Sie malt mit der Kamera Grenzerfahrungen, GrenzŸber- schreitungen, macht Prozesse, Transformationen und PhŠnomene einer inneren Welt der verlangsamten Bilder sichtbar und spŸrbar, die in Analogie und in Kontrast zur Situation im Motor mit seinen vier Takten stehen, in dem ein schneller, lauter und stetiger Rhythmus zum Stoffwechsel- prozess und zur Energieumwandlung fŸhrt. 
Gerade der dritte Takt des Motors, die ZŸndung, die Explosion, das Katastrophenmoment wird so gleichsam beleuchtet.  Im Motor wird es kontrolliert, gebŠndigt, geregelt und kanalisiert.  In den Arbeiten der KŸnstlerin gibt es ein Innehalten im Moment der Katastrophe und einen Schwebezustand.  Die VerrŠumlichung von Zeitlichkeit wird im Augenblick der Katas- trophe durch die Augenblicksverdichtung und die Unverein- barkeit sichtbar.  Der Betrachter ist zum geistigen Transforma- tionsprozess gefordert.

Naho Kawabe nutzt feinfŸhlig in ihren audiovisuellen Arbeiten traditionelle asiatische Kulturelemente, wie auch Bildmagie und Symbolik, um verborgene poetische Welten an die OberflŠche zu bringen.
Ich wŸnsche Ihnen viel Freude an der Ausstellung.

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